| Der Tod | |
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Wir schreiben das Jahr 1891: Sherlock Holmes und der Erzbösewicht Professor Moriarty stehen sich Auge in Auge an den Reichenbachfällen gegenüber.Der Meisterdetektiv schreibt noch einen letzten Brief an seinen treuen Helfer Dr. John Watson, dann beginnt ein Kampf auf Leben und Tod. Direkt am Abgrund neben den tosenden Wassermassen ringen die beiden ebenbürtigen Kontrahenten, der Gute und der Böse, dann ein verzweifelter Aufschrei, ehe beide auf Nimmerwiedersehen in der aufspritzenden Gischt des 100 m hohen Wasserfalles verschwinden. Sie werden nie gefunden.
Nie gefunden? Nicht ganz, denn der Tod des berühmtesten aller berühmten Meisterdetektive führte zu einem wahren Protestgeschrei bei allen Sherlock Holmes-Fans in der ganzen Welt und Sir Arthur Conan Doyle sah sich nach einigen Jahren gezwungen, seinen Helden wiederaufleben und im Roman «The empty House» wiederauftreten zu lassen mit der Begründung, er habe sich an einem Grasbüschel halten können und sei daher nicht abgestørzt. Ursprünglich hatte närnlich Sir Arthur Conan Doyle plötzlich keine Lust mehr gehabt, Kriminalgeschichten zu schreiben und inszenierte daher diesen Todessturz in die Reichenbachfälle, um seinen Helden sterben zu lassen. Conan Doyle fühlte sich zu höherer Literatur berufen, musste dann aber dem Druck der Fans nachgeben und schrieb nach Holmes Wiedererweckung noch weitere 45 Romane mit dem Meisterdetektiven. Sherlock Holmes hat tatsächlich nie gelebt. Für seine Fans spielt das aber keine Rolle, denn für sie ist er realer als manch eine Person, die je wirklich gelebt hat. Zu seiner Erinnerung steht in Meiringen am Conan Doyle Square eine lebensgrosse Statue und am Fusse der Reichenbachfälle eine Gedenktafel mit der Inschrift: Across this «dreadful Cauldron» occured the culminating event in the career of Sherlock Holmes, the world's greatest detective, when on May 4th, 1891 he vanquished Prof. Moriarty, the Napoleon of Crime. |